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[Ergotherapie] Ein kleiner Überblick :)

5 Kommentare

ErgotherapieJa, was will sie denn jetzt schon wieder? Ich will euch mal ein wenig über mein Studium und meinen zukünftigen Beruf als Ergotherapeutin in Österreich erzählen. Es werden ein paar Beiträge werden, wie viele, weiß ich noch nicht. Ihr könnt mir gerne Fragen und Anregungen im Kommentarfeld hinterlassen oder mir eine Mail schreiben (Kontaktformular). Ich freue mich über Vorschläge 🙂

Was ist die Ergotherapie?

Ja, das weiß man selbst nicht. Nein Scherz, es ist nur sehr schwer zu erklären. Ich merke selbst immer, wie ich in Erklärungsnot gerate, wenn mich jemand fragt, was ich eigentlich studiere.

Kurz gefasst, hilft die Ergotherapie Menschen, die in ihrem täglichen Leben Einschränkungen haben bzw. von Einschränkungen bedroht sind, wieder selbstständiger zu werden. Es wird dann auch noch in verschiedene Fachbereiche aufgeteilt, je nachdem wie alt der Patient ist und welche Erkrankung als Grundlage für die Probleme zu sehen ist.

Die Ergotherapie / Ergotherapeuten setzen klientenzentriert an. Das heißt, wir erarbeiten mit den Patienten die Dinge, die für sie bedeutungsvoll sind. Meist ist die Therapie alltagsorientiert, egal ob Wasch- und Anziehtraining, Esstraining, Kochtraining oder einfach nur eine Gartentherapie. Wenn der Patient es wieder können will bzw. muss, dann wird das irgendwie erarbeitet. Wenn es nicht mehr möglich ist, machen wir auch eine Hilfsmittelanpassung bzw. Wohnraumanpassung um die Selbstständigkeit wieder zu fördern.

Und wie studiert man das?

Ich studiere ja bekanntlich in Österreich, leider weiß ich nicht, wie die Regelungen in Deutschland aussehen. Bei uns kann man Ergotherapie auf FHs als Fachhochschulen studieren. Mein Studium dauert 6 Semester und in diesen 6 Semestern habe ich in jedem der 5 Fachbereiche (Neurologie, Psychiatrie, Orthopädie, Pädiatrie und Geriatrie) ein Praktikum absolvieren, 2 Bachelorarbeiten schrieben und am Schluss eine Prüfung ablegen. Abschließen werde ich mit einem „Bachelor of Science in Health Studies“.

Das Studium selbst werde ich in einem extra Betrag nochmal beschreiben, das heute dient ja als kleiner Überblick und Einführung 🙂

Was ich jetzt von euch will:

Für mich ist es (meistens) klar, was ich in meinem beruflichen Alltag so mache bzw. machen werde, aber ich merke immer wieder, dass die Leute nicht wissen, was ich mache bzw. dass es diesen Beruf überhaupt gibt. Es ist mittlerweile auch Ziel, viel Aufklärungsarbeit zu leisten, da auch viele Ärzte noch immer nicht wissen, was die Ergotherapie ist.

Ich möchte euch einfach Einladen, mir Fragen zu stellen, was euch so interessiert. Egal ob es spezifische Fragen oder einfach um kleine Berichte geht, was ich alles so mache (Studium, Freizeit, Beruf, Praktikum, …). Das Kommentarfeld bzw. Kontaktformular steht euch Anonym oder nicht Anonym immer zur Verfügung 🙂

Ich hoffe, dass euch diese kleine Beitragsreihe wenigstens etwas gefällt und ich mich auch etwas verständlich ausdrücke 😀

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5 Kommentare zu “[Ergotherapie] Ein kleiner Überblick :)

  1. ‚Es ist mittlerweile auch Zeit, viel Aufklärungsarbeit zu leisten…‘ Dieser Aussage stimme ich aus vollem Herzen zu. Wenn auch weiter über die Grenzen der Ergotherapie hinaus. Meiner Meinung nach ist eine breit angelegte Aufklärung zu psychosozialen Zusammenhängen auf allen Lebensbühnen schon lange überfällig. Ich habe keine Fragen zur Ergotherapie, weil ich mich selbst mal damit beschäftigt habe, ob ich das studieren möchte oder nicht, aber ich finde die Idee super! 😉

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  2. Liebe Kroko, welch wunderbarer Beruf, den du dir da ausgesucht hast! Ich habe ihn aus der anderen Perspektive erleben dürfen, hatte mit Ergotherapeuten zu tun, die mir nach ITS-Aufenthalten den Schritt in die Selbständigkeit öffneten. Ein Beruf, der viel fordert, aber ich glaube, auch einer,der viel zurückgibt. Ich verfolge gern deinen Blog.

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  3. Schön, dass du darüber schreiben willst! Ich habe während meinem FSJ in der Pdychiatrie gemerkt, dass fast alle Patienten gerne zur Ergotherapie gegangen sind, und jeder hatte die Möglichkeit, etwas zu machen was gerade zu seiner Stimmung und zu seiner Situation gepasst hat – und das hat wirklich geholfen. Ein schöner Beruf! 🙂

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  4. Hallo Vanessa,

    Noch ein Kommentar von mir: Nachdem mir dieser Artikel so gut gefallen hat, habe ich dich für den Liebsten Award nominiert 🙂 Wenn du magst, kannst du einfach die Fragen beantworten, dir eigene Fragen ausdenken und neue Blogs nominieren. Ich würde mich freuen wenn du mitmachst! 🙂

    https://schokokamel.wordpress.com/2015/01/24/liebster-award/#more-1009

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